Wir berechnen und dimensionieren lastabtragende Bauteile für gewerbliche Lagerhallen – von der Stahlstütze bis zum Kranbahnträger. Jede Verbindung wird nach DIN EN 1993 und den Bauordnungen der Länder ausgelegt.
FEM-Simulation
3.200 Knoten pro Träger
Welche Norm gilt für Ihr Bundesland?
Von der statischen Berechnung bis zur fehlerfreien Ausführung – wir liefern die rechnerischen Grundlagen für Ihre Industriehalle.
Ermittlung der Schnittgrößen und Spannungen für Stahlrahmen, Kranbahnen und Verbindungen. Wir rechnen mit den maßgebenden Lastfällen aus Eigengewicht, Schnee, Wind und Kranbetrieb.
Detaillierte Spannungs- und Verformungsanalyse von Knotenblechen, Stirnplattenstößen und Konsolen. Wir validieren jedes Modell mit Handrechnung und Referenzversuchen.
Heißbemessung nach DIN EN 1993-1-2: kritische Temperatur, erforderliche Bekleidungsdicke und Feuerwiderstandsdauer für unbekleidete und bekleidete Profile.
Begrenzung von Durchbiegungen und Schwingungen nach DIN EN 1990. Wir prüfen Kranbahndurchbiegungen und Deckenschwingungen für den störungsfreien Betrieb.
Abstimmung der Tragwerksplanung mit den Bauordnungen der Länder (z. B. BauO NRW, BayBO). Wir erstellen die erforderlichen Standsicherheitsnachweise für die Baugenehmigung.
Bewertung vorhandener Stahlkonstruktionen mittels Traglastverfahren. Wir entwickeln Verstärkungslösungen für höhere Lasten oder geänderte Nutzung.
Unsere Kompetenz in der Bemessung lastabtragender Bauteile für Industriehallen wird durch langjährige Projekterfahrung und die Anwendung der Bauordnungen der Länder bestätigt.
Für geschraubte und geschweißte Verbindungen in Industriehallen ist primär DIN EN 1993-1-8 maßgebend. Darin werden Tragfähigkeitsnachweise für Stirnplattenstöße, Knotenbleche und Schraubenanschlüsse geführt. Ergänzend greifen die nationalen Anhänge (NDP) sowie die Bauordnungen der Länder, die zusätzliche Anforderungen an die Ausführung und Überwachung stellen. Wir berechnen jede Verbindung nach den aktuellen Eurocodes und berücksichtigen dabei Imperfektionen und Toleranzen gemäß DIN EN 1090-2.
Der Workflow beginnt mit der Geometrieerstellung im CAD-System, gefolgt von der Vernetzung mit vorwiegend Hexaederelementen für hohe Genauigkeit. Die Randbedingungen und Lasten werden nach DIN EN 1991-1-1 bis -1-7 definiert. Anschließend erfolgt eine nichtlineare Berechnung unter Berücksichtigung von Plastizierung und großen Verformungen. Die Ergebnisse – Spannungen, Verformungen und Beulformen – werden mit analytischen Handrechnungen und ggf. mit Messdaten aus dem Prüfstand validiert. Typische Projekte umfassen Kranbahnträger, Stützenfüße und Dachverbände.
Jedes Bundesland hat eigene Bauordnungen (z. B. BauO NRW, BayBO, LBO BW), die über die Musterbauordnung hinausgehen können. Besonders relevant sind abweichende Regelungen zu Abstandsflächen, Brandschutzanforderungen und Standsicherheitsnachweisen. Wir prüfen für jedes Projekt die geltende Landesbauordnung und stimmen die Tragwerksplanung frühzeitig mit der zuständigen Bauaufsicht ab. So vermeiden wir Verzögerungen im Genehmigungsverfahren und stellen die Konformität sicher.
Kranbahnträger werden nach DIN EN 1993-6 bemessen, wobei dynamische Zuschläge aus Hub- und Fahrbewegungen sowie Schwingungen infolge Kranüberfahrt berücksichtigt werden. Die Ermüdungsnachweise erfolgen nach DIN EN 1993-1-9 mit Schadensakkumulation nach Palmgren-Miner. Wir modellieren die Kranbahn als Durchlaufträger mit elastischer Bettung und führen eine Betriebsfestigkeitsanalyse durch. Die Ergebnisse fließen in die Konstruktion der Anschlüsse und der Schienenbefestigung ein.
Nach DIN EN 1993-1-2 wird die kritische Stahltemperatur ermittelt, bei der die Tragfähigkeit der Stütze unter Brandlast versagt. Unbekleidete Profile erreichen je nach Auslastung meist nur 15–30 Minuten Feuerwiderstandsdauer. Für höhere Anforderungen (F30 bis F90) setzen wir Brandschutzbekleidungen aus Plattenwerkstoffen oder Spritzputzsystemen ein. Die erforderliche Bekleidungsdicke wird auf Basis der Profilfaktoren (A/V) und der geforderten Einwirkungsdauer berechnet. Praxisbeispiele aus Logistikzentren zeigen, dass mit 25 mm Plattenbekleidung oft F60 erreicht wird.